Abfindung: Mit proabfindung.de holen Sie mehr heraus

Endet ein Arbeitsverhältnis durch eine ungültige betriebsbedingte Kündigung in einer Kündigungsschutzklage, kommt es häufig zu einem Aufhebungsvertrag, mit dem sich beide Seiten auf eine schnellstmögliche Trennung einigen. So sollen weiterer Ärger und ein langwieriger Prozess vermieden werden. Oder aber der Arbeitgeber bietet eine Abfindung bereits im Zuge der Kündigung an, wenn der Gekündigte auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet, die nur innerhalb der ersten drei Wochen nach Kündigung eingereicht werden kann.

Eine Kündigungsschutzklage kann nur innerhalb der ersten drei Wochen nach Erhalt der Kündigung eingereicht werden!

Der Aufhebungsvertrag ist in der Regel mit einer Abfindung zum Ausgleich des verlorenen Arbeitsplatzes verbunden, mit welcher der oder die Gekündigte die Zeit nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses angemessen überbrücken kann. Diese einmalige Abfindung geht nicht automatisch mit der Kündigung einher, sondern ist das Ergebnis gezielter Verhandlungen. Das trifft auch auf die Höhe der Abfindung zu.

Einzig, wenn im Zuge eines Kündigungsschutzprozesses festgestellt wird, dass der Kündigungsgrund unwirksam ist, und der Gekündigte eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses beim Gericht beantragt, kann dieses eine ortsübliche Abfindung festsetzen, die eine Höhe von zwölf Monatsgehältern nicht übersteigt. Einen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung gibt es jedoch nicht!

Faustregel für die Höhe der Abfindung

Die Faustregel für die Berechnung der Abfindungshöhe, die von Arbeitsgerichten vorgeschlagen wird, sieht folgendermaßen aus: Ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ergibt die Höhe der Abfindung.

½ Bruttogehalt x Dauer der Beschäftigungszeit in Jahren = Abfindungsbetrag

Bei vier Dienstjahren und einem Bruttomonatsgehalt von 2.500 Euro betrüge die Abfindung damit 5.000 Euro (1.250 Euro x 4).

Es gibt allerdings keine allgemeingültige Regelung für die Höhe der Abfindung. Bei besonderem Kündigungsschutz, Führungskräften, wichtigem Fachpersonal oder guter Verhandlung kann eine Abfindung daher auch deutlich höher ausfallen.

Unter Berücksichtigung der Branche, des Alters und Familienstands, der finanziellen Möglichkeiten des Arbeitgebers, möglicher Extrazahlungen und Urlaubsgeldes, sowie der zu erwartenden Dauer der Arbeitslosigkeit und künftiger Einkommenseinbußen kann zur Berechnung unter Umständen ein ganzes Bruttomonatsgehalt oder mehr herangezogen werden. Dazu kann auch auf andere Berechnungsverfahren zurückgegriffen werden.

Der Zeitpunkt der Auszahlung kann entscheidend sein

Abfindungen sind sozialversicherungsfrei, aber steuerpflichtig, wobei die Steuerlast möglicherweise durch eine sogenannte Fünftelregelung mit dem Finanzamt minimiert werden kann. Der Zeitpunkt der Auszahlung kann hier ausschlaggebend sein und sollte daher im Zuge der Verhandlungen festgelegt werden.

Gekündigte sollten außerdem darauf achten, dass der Aufhebungsvertrag nicht als freiwillige Aufgabe des Arbeitsplatzes ausgelegt werden kann, andernfalls droht eine bis zu zwölfwöchige Sperre für den Anspruch auf Arbeitslosengeld.