Änderungskündigung: Darauf müssen Sie achten!

Arbeitgeber haben keine Möglichkeit, einzelne Aspekte des Arbeitsvertrags zu ihren Gunsten zu verändern und so beispielsweise vertraglich vereinbarte Sonderzahlungen zu streichen oder die Höhe der Entlohnung zu reduzieren. In solchen Fällen können sie auf Änderungskündigungen zurückgreifen und dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin mit der Kündigung im selben Zuge eine Neuanstellung zu veränderten Bedingungen vorschlagen.

Auch Änderungskündigungen unterliegen den allgemeinen Regeln für Kündigungen und müssen begründet werden und die Kündigungsfrist berücksichtigen. Außerdem müssen sie die konkreten Änderungen enthalten und diese dürfen nicht übertrieben oder unnötig sein.

Innerhalb von drei Wochen können Gekündigte eine Kündigungsschutzklage einreichen, es sei denn ihre vertragliche Kündigungsfrist ist kürzer.

Wird eine Änderungskündigung abgelehnt, endet das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist. Innerhalb von drei Wochen können Gekündigte eine Kündigungsschutzklage einreichen, es sei denn ihre vertragliche Kündigungsfrist ist kürzer. Unter Umständen kann eine Änderungskündigung unter Vorbehalt akzeptiert werden, um im Falle einer erfolglosen Kündigungsschutzklage das Arbeitsverhältnis unter den neuen Konditionen fortsetzen zu können.

Auch wenn die Chancen gut stehen, eine erfolgreiche Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht zu gewinnen, kann möglicherweise ein einvernehmlicher Änderungsvertrag geschlossen werden. Dazu muss jedoch auf beiden Seiten Gesprächs- und Kompromissbereitschaft vorhanden sein.