Aufhebungsvertrag, Klage, Kündigung

Kündigungsgründe lassen immer einen Auslegungsspielraum zu. Daher können sie vor Gericht verhandelt werden. Häufig wollen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber jedoch einen langwierigen Prozess vermeiden und es kann auch ohne Urteil zu einer Einigung mit Abfindung kommen. Denn bei Kündigungen sind eine ganze Reihe von Formalien und Fristen zu berücksichtigen. Eine fristlose Kündigung ist nur bei schwerwiegenden Gründen überhaupt zulässig.

Der Aufhebungsvertrag als einvernehmliche Lösung

Statt eine konflikthafte Kündigung durchzusetzen, kann auch die Möglichkeit für einen Aufhebungsvertrag bestehen, der nur mit dem Einverständnis beider Parteien geschlossen werden kann. Neben einem vereinbarten Austrittsdatum können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so eine Abfindung vereinbaren, die Ihnen den Übergang bis zum neuen Anstellungsverhältnis erleichtert.

Allerdings kann ein Aufhebungsvertrag eine zwölfwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zur Folge haben, wenn die Agentur für Arbeit den Vertrag als freiwilligen Verzicht auf einen sicheren Arbeitsplatz ansieht und es sich nicht um eine betriebsbedingte Kündigung handelt.

Die Kündigungsschutzklage

Die Kündigungsschutzklage ist der beste Weg für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihr Arbeitsrecht durchzusetzen. Besteht ein Verdacht, dass die ausgesprochene Kündigung unwirksam ist, sollte Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden. Dies muss innerhalb von drei Wochen nach Zustellung der Kündigung geschehen.

Die meisten Kündigungsschutzverfahren vor den deutschen Arbeitsgerichten werden durch eine außergerichtliche Einigung beendet, weil Arbeitgeber langwierige Verfahren vermeiden wollen. Dabei erhalten schließen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag. Die Chance für Gekündigte, eine Abfindung zu erhalten, steigt mit der Einreichung einer Kündigungsschutzklage enorm.