Die Tricks der Arbeitgeber

Arbeitsverhältnisse enden nicht immer einvernehmlich. In Deutschland scheint es sogar eine besonders unglückliche Kündigungskultur zu geben, die sich noch weiter verschlechtert. Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern sind im Kündigungsfall ein erwartbares Übel.

Unter Umständen versuchen Arbeitgeber mit allerlei Tricks oder Druck ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer loszuwerden. Insbesondere in wirtschaftlich angespannten Situationen wie der gegenwärtigen „Corona-Krise“, werden viele Angestellte zur Kurzarbeit überredet. Viele wissen nicht, wie sie mit einer solch emotional belastenden Situation umgehen sollen und kennen ihre Rechte nicht. Lassen Sie Ihre Kündigung kostenfrei und professionell prüfen, anstatt sich mit Ihrem Arbeitgeber herum zu ärgern!

Die fiesen Tricks der Arbeitgeber

Der psychologische Druck ist groß

Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer loszuwerden, greifen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber häufig zu fiesen Tricks. Mit dem Argument für das Unternehmen einzustehen, werden Angestellte überredet, unbefristete in befristete Verträge umzuwandeln, die nach Ablauf der Befristung nicht verlängert werden müssen, oder werden mit Berufung auf Sachzwänge wie eine Krise zum Monatsende gekündigt, obwohl sie bereits längere Zeit in dem Unternehmen tätig waren.

Auch Aufforderungen zur dauerhaften Kurzarbeit unter Androhung einer Kündigung sind gängige Mittel der Arbeitnehmer. Sollte Kurzarbeit tatsächlich nötig sein, sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedoch nur zeitlich begrenzt zustimmen.

Wenn es keine triftigen Gründe für eine Entlassung gibt, greifen Arbeitgeber häufig zu einem dieser Tricks:

Insbesondere psychologischer Druck wird häufig eingesetzt, um unliebsame Arbeitskräfte schnell und günstig aus dem Unternehmen zu werfen. Die Angst ist schließlich groß, ein Jobverlust bedeutet in Deutschland nicht nur die Notwendigkeit, allein die Kosten für die Sozialversicherung zu stemmen, und gegebenenfalls Hartz IV anmelden zu müssen, sondern auch einen sozialen Statusverlust im eigenen Umfeld und in den Augen der Gesellschaft.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer suchen dann den Fehler häufig bei sich selbst oder lassen sich durch sehr kurzfristige Abfindungsangebote überrumpeln. Lassen Sie Ihre Kündigung einfach durch uns prüfen und sichern Sie sich eine angemessene Abfindung!

Im Zuge von Umstrukturierungen und Fusionen kann es vorkommen, dass neue Arbeitnehmer zum Unternehmen hinzustoßen, die den selben Job bekleiden und die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einer erneuten Bewerbung auf die eigene Stelle auffordern, um anschließend eine betriebsbedingte Kündigung gegen alle auszusprechen, die im Bewerbungsverfahren keinen Erfolg hatten.

Unter dem Kündigungsschutzgesetz muss bei solchen Kündigungen jedoch eine Sozialauswahl vorgenommen werden. Die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit, das Alter des Arbeitnehmers und mögliche Unterhaltspflichten sind dabei zu berücksichtigen.

Degradierung, Lohnkürzung und Projektstellen

Die Degradierung auf eine weniger gut bezahlte Stelle ist nicht zulässig. Auch Änderungskündigungen, deren einziger Zweck die Senkung der Arbeitsvergütung ist, sind unzulässig. Eine Änderungskündigung mit einem Angebot für eine weniger gut bezahlte Stelle kann jedoch relevant sein, wenn die vorherige Stelle tatsächlich aufgelöst wird.

Die Übernahme von Sonderprojekten kann ein weiteres Lockmittel sein, um Änderungsverträgen zuzustimmen. Doch Vorsicht, Projektarbeiten sind in der Regel zeitlich begrenzt und liegt kein vertragliches Rückkehrrecht auf die vorherige Stelle vor, sind Arbeitgeber keineswegs verpflichtet, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen. Wenn die alte Stelle neu besetzt wurde, besteht außerdem kein Anspruch auf das ursprüngliche Jobniveau.

Leitende Angestellte, die „zur selbstständigen Einstellung oder Entlassung von Arbeitnehmern berechtigt“ sind und dies auch faktisch tun, sind gleichermaßen durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt, der Arbeitgeber kann jedoch einen gerichtlichen Auflösungsantrag stellen, der das Arbeitsverhältnis nur gegen eine festgesetzte Abfindung beenden kann.

Versetzung an entferne Dienstorte

Ein anderes Mittel, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu zermürben und gegebenenfalls zu einer eigenständigen Kündigung oder zur Annahme einer unangemessenen Abfindung zu bewegen, kann eine Versetzung sein. Abhängig von den Details des Arbeitsvertrages können Arbeitgeber über Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung entscheiden.

Je allgemeiner der Arbeitsvertrag, desto größer der Spielraum der Arbeitgeber. Das Bundesarbeitsgericht hält eine tägliche Pendelentfernung von 83 Kilometern für zumutbar. Im Einzelfall ist die Zumutbarkeit jedoch zu prüfen. Eine Versetzung auf die andere Seite des Globus ist es jedenfalls nicht ohne Weiteres.

Der Kündigungsschutz gilt auch in der „Corona-Krise“

Die Stellenpolitik kleiner, aber auch mittelständischer und großer Unternehmen hängt häufig stark von der allgemeinen Konjunktur ab, was in Krisensituationen oder im Kontext sogenannter Umstrukturierungen dazu führen kann, dass Stellen abgebaut oder gekürzt werden. Doch das Kündigungsschutzgesetz gilt auch in solchen Situationen!

Lassen Sie sich also nicht von Ihrem Arbeitgeber über den Tisch ziehen und prüfen Sie genau, ob ein Änderungsvertrag notwendig und in Ihrem Interesse ist. Lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber nicht einschüchtern. Wir prüfen Ihre Kündigung schnell und professionell und verhandeln eine angemessene Abfindung für Sie.